"SmartResilience" - Smart Resilience Indicators for Smart Critical Infrastructures

Moderne kritische Infrastrukturen werden immer "smarter" (zum Beispiel Smart-Cities). Infrastrukturen "smarter" zu machen, bedeutet in der Regel den normalen Betrieb und die laufenden Prozesse zu optimieren, dazu gehört u.a. die Anpassungsfähigkeit zu erhöhen.

Aber werden diese smarten kritischen Infrastrukturen (SKI) sich ebenfalls "smart" verhalten, wenn sie extremen Bedrohungen ausgesetzt sind? Kann aus dieser sogenannten „Smartness“ ebenfalls eine Resilienz abgeleitet werden, die auch beispielsweise extreme Wetterkatastrophen oder Terroranschläge standhält? Oder könnte es sogar passieren, dass diese Entwicklung Infrastrukturen komplizierter und anfälliger für solche Ereignisse und Störungen macht?

Welchen Einfluss hat diese Entwicklung auf die Resilienz von kritischen Infrastrukturen im Bereich der Antizipation, Prävention, Widerstandsfähigkeit und Wiederherstellung von Betriebsprozessen?

Das EU-Projekt „SmartResilience“ befasst sich mit diesen Zukunftsfragen. Dabei werden die Fragen in mehreren verschiedenen Schritten beantwortet und zusammengefügt.

  1. Im ersten Schritt werden vorhandene Widerstands-(Resilienz)-Indikatoren von SKIs ermittelt und bewertet.
  2. Darüber hinaus werden neue "smarte" Resilienz Indikatoren aus  u.a. Big Data ermittelt.
  3. Diese fließen in die Einwicklung einer neuen erweiterten Resilienz Bewertungsmethodik ein auf Basis eines "Resilienz-Indikatoren-Würfels".
  4. Hierzu gehört sowohl ein neuartiges, interaktives "Smart-Critical-Infrastructure-Dashboard" als Werkzeug,
  5. Als auch die Anwendung der entwickelten Methode in acht verschiedenen europäischen Fallstudien im Bereich der Energieversorgung, Verkehrswesen, Gesundheit, Wasserversorgung, u.v.m.

Diese Vorgehensweise ermöglicht es die Forschungsergebnisse in die direkte Anwendung zu überführen und „Best-Practice-Lösungen“ zu erkennen und sowohl Verbesserungsmöglichkeiten in der Widerstandsfähigkeit von SKIs gegen neue Bedrohungen und Kaskadeneffekte aufzuzeigen. Die innovativen Ergebnisse des Projekts werden von der teilnehmenden Rückversicherungsgesellschaft bewertet.

Das Konsortium umfasst insgesamt sieben Endnutzer, acht führenden industrielle Forschungseinrichtungen, vier Universitäten und eine externe Resilienz-Experten-Gruppe. Das dreijährige EU-Projekt „SmartResilience“ wird koordiniert vom European Virtual Institute for Integrated Risk Management (Eu-VRi / Germany) und umfasst ein Budget von ca. € 4,9 Mio. gefördert von der Europäischen Kommission (H2020-DRS-2015, Grant Nr. 700621).

Kontakt: Dr.-Ing. Florian Brauner

Projekthomepage: http://www.smartresilience.eu-vri.eu/ 

 

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