VERSS - Aspekte einer gerechten Verteilung von Sicherheit in der Stadt

Sicherheit und Unsicherheit sind nicht gleichmäßig und nicht für jeden gleich verteilt. Die Sicherheitslandschaft wird durch den Einsatz finanzieller und personeller Ressourcen abhängig von räumlichen Gegebenheiten, individuellen Einstellungen und politischen Entscheidungen unterschiedlich geformt. Das Projekt "VERSS - Aspekte einer gerechten Verteilung von Sicherheit in der Stadt" widmet sich den Bedingungen der Verteilung von Sicherheit insbesondere in Hinblick auf öffentliche und private Maßnahmen der Kriminalprävention.

Im Rahmen des Projektes wird sich das Team dem Vertrauen als dem entscheidenden sozialen Parameter zur Herstellung und Gewährleistung von Sicherheit widmen. Dabei wird sowohl das Vertrauen in rechtsstaatliche Institutionen, wie die Polizei, als auch das wechselseitige Vertrauen von Bewohner(inne)n innerhalb einer Nachbarschaft in den Blick genommen. Vorangegangene Forschungsarbeiten zeigen, dass die Polizei und Institutionen der Justiz das Vertrauen der Bevölkerung bestärken können, wenn sie als fair und respektvoll wahrgenommen werden. Dieses Vertrauen ist grundlegend für die Legitimität von Rechtsorganen und damit der Bereitschaft der Bürger(innen) die Autorität dieser Institutionen anzuerkennen und mit den Behörden zu kooperieren. Wechselseitiges Vertrauen und gemeinsam geteilte Werte unter Nachbarn können die Bereitschaft befördern, sich für die gemeinschaftliche Sicherheit der Nachbarschaft zu engagieren und soziale Kontrolle auszuüben. In Großstädten sind es heute häufig nicht mehr die engen und privaten Freundschaftsbeziehungen, die sozialen Zusammenhalt ermöglichen, sondern vielmehr der von den Bewohnern einer Nachbarschaft geteilte Glaube an die Fähigkeit zur Durchsetzung gemeinsamer Ziele.

Kontakt: Jan Philipp Starcke

Für weitere Informationen können Sie hier den Projektflyer herunterladen. Informationen zum Gesamtprojekt finden Sie hier und hier.

Das Vorhaben "VERSS - Aspekte einer gerechten Verteilung von Sicherheit in der Stadt" wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und verfolgt das Ziel, Sicherheit bereits präventiv als integralen Bestandteil einer modernen Stadtgestaltung zu verankern, ohne dabei die Balance zwischen Sicherheit und Freiheit zu missachten. Dafür ist eine enge Vernetzung mit den Projektstädten Wuppertal und Stuttgart vorgesehen.

 

 

Suche

Aktuelles

  • Veranstaltungshinweis RUB Bochum
    Who cares? Summer School Humanitarian Action[mehr]
  • Stellenangebot von EU-VRi & Steinbeis Advanced Risk Technologies
    Details[mehr]
  • Mitarbeiter des Lehrstuhls in dem Porträt der Woche der VDI Nachrichten
    Digitaler Jedi-Ritter im Bevölkerungsschutz[mehr]
  • Facebookstudie der Universität Wuppertal: Feuerwehr Düsseldorf landet auf den ersten Platz im NRW Ranking
    Artikel in Focus Online. Postings von 694 unterschiedlichen Feuerwehr-Facebookseiten ausgewertet.[mehr]
  • BASIGO: Forschungsprojekt mit dem „InnoTruck“ auf Tour durch Deutschland
    Wie wird aus einer guten Idee eine erfolgreiche Innovation? Antworten auf diese und weitere Fragen...[mehr]