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SiKoMi on the road in Wien

„Polizei und Migration“: SiKoMi-Delegation stellt Verbundprojekt vor

Unter dem Titel „Ansatzpunkte für ein Lernen der Polizei aus den Flüchtlingsbewegungen 2015/2016“ referierten Jana-Andrea Frommer (Deutsche Hochschule der Polizei (DHPol)), Malte Schönefeld und Dr. Patricia M. Schütte (Bergische Universität Wuppertal (BUW)) bei der 23. Jahrestagung des Arbeitskreises „Empirische Polizeiforschung“ in Wien.

Die Tagung in der Sicherheitsakademie des österreichischen Innenministeriums stand in diesem Jahr unter dem Motto „Polizei und Migration“. Eine gute Gelegenheit für das Forschungsprojekt „Sicherheitskooperationen und Migration“ (SiKoMi), sich mit den anwesenden PraktikerInnen und WissenschaftlerInnen mit Polizeibezug zu vernetzen. 

In ihrem Vortrag stellten die SiKoMi-MitarbeiterInnen die These auf, dass sich hinter dem Begriff „Flüchtlingskrise“ andere Baustellen und Krisen im Bereich der Inneren Sicherheit verbergen, hierbei vor allem eine Wissenskrise. In einer Akutsituation bleibt oft keine Zeit für eine begleitende Evaluation der getroffenen Entscheidungen. Wissen wird selten personenunabhängig gespeichert. So wurden die Erfahrungen aus den Migrationsbewegungen 1992/1993 infolge der Balkankriege weitgehend nur dort berücksichtigt, wo noch Personal mit der damaligen Erfahrung eingesetzt war.

Zugespitzt auf die Polizei als Fokus der Veranstaltung fragten Frommer, Schönefeld und Schütte schließlich: Was und wie kann „die Polizei“ aus den Flüchtlingsbewegungen 2015/2016 für zukünftige Ereignisse lernen? Welche Strukturen und Prozesse begünstigen oder erschweren solche Lernvorgänge? Und wie muss Wissen über Flüchtlingslagen aufbereitet werden, damit es in Zukunft nicht nur verfügbar, sondern auch genutzt wird – damit sich Fehler nicht wiederholen müssen, sondern auf erprobten, guten Beispielen aufgebaut werden kann? 

Lernchancen für die Polizei ergeben sich aus der Vergangenheit, aber auch aus dem Zusammenwirken mit anderen Organisationen im Rahmen von Sicherheitskooperationen, so ein Fazit. Diese Netzwerke ermöglichen auch die Reflektion des eigenen und fremden Informationsbedürfnisses. 

Die ForscherInnen kündigten den anwesenden PraktikerInnen und Forschenden die baldige Ausrichtung von Workshops an, um die spezifischen Bedürfnisse der Polizei bei der Entwicklung des Wissensmanagements für künftige Flüchtlingslagen fest im Blick zu haben.