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Motivation und Partizipation Digitaler Freiwilliger Helfergruppen in der Humanitären Hilfe: Modelle und Anreize für die engere Verknüpfung mit den Einsatzkräften

Seit einigen Jahren spielt das Thema Volunteered Geographic Information (VGI) bei der Bewältigung von Katastrophen und in der Humanitären Hilfe eine wichtige Rolle. Freiwillige digitale Helfergruppen wie die CrisisMapper Community, die Standby Task Force, die UAViators oder Virtual Operations Support Teams (VOST) haben ein großes Potential, die Entscheidungsprozesse durch die Bereitstellung geeigneter, ansonsten nicht verfügbarer Daten zu unterstützen. Während große Teile der VGI Forschung auf die Extraktion, Validierung und Visualisierung von VGI Daten fokussieren, wurde die Motivation dieser Gruppen bisher wenig untersucht. Ein besseres Verständnis der motivierenden und hindernden Faktoren kann helfen, kritische Erfolgsfaktoren und Anreize zu identifizieren. Hierdurch ist es möglich, nicht nur die Anzahl der freiwilligen Helfer, sondern auch die Qualität der bereitgestellten Daten zu erhöhen.

Im Rahmen des Forschungprojekts werden kritische Erfolgsfaktoren zur Steigerung der Motivation für unterschiedliche Gruppen freiwilliger digitaler Helfer entwickelt. Hierbei kommt ein Mixed-Methods Ansatz auf der Basis quantitativer Befragungen, Interviews und Fokusgruppen zum Einsatz. Auf der anderen Seite werden die Informationsbedürfnisse von Entscheidungsträgern in der Humanitären Hilfe analysiert und möglichen Aufgaben der Freiwilligengruppen gegenübergestellt. Es ist davon auszugehen, dass durch eine engere Anbindung der digital Freiwilligen an die Einsatzkräfte nicht nur die Qualität der bereitgestellten Daten, sondern auch die Motivation der Freiwilligen erhöht werden kann. Hierdurch kann die aktuelle Lücke zwischen diesen beiden Gruppen geschlossen und die Zusammenarbeit verbessert werden.

Das Forschungsprojekt wird dabei auch die Gruppe der passiven digitalen Helfer wie z.B. Twitter Nutzer analysieren. Diese Gruppe ist sich häufig nicht bewusst, dass sie durch ihre Tweets hilfreiche Informationen zur Schadensbewältigung liefern. Aufbauend auf einer Inhaltsanalyse von Twitter Daten vergangener Schadensereignisse werden unterschiedliche Kategorien von Freiwilligen identifiziert. Durch den Vergleich mit den Ergebnissen der Motivationsstudie und auf der Basis von semistrukturierten Interviews wird ein Modell zur Aktivierung dieser passiven VGI Helfergruppe hergeleitet.

Die Ergebnisse des Projekts haben wichtige Anknüpfungspunkte zu anderen Forschungsthemen des Schwerpunktprogramms (SPP) 1894. Dies umfasst beispielsweise Themen wie Big Data Analysis, Visualisierung und Qualitätssicherung. Das SPP 1894 wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Weitere Informationen

Projekt-Website

Kontakt

Ramian Fathi

Förderung

Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des Schwerpunktprogrammes 1894 gefördert.