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    Ramian Fathi und Bo Tackenberg sind am 24. April im Rahmen der Competence Center Gesundheit (CCG)... [mehr]
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ProVOD: Etablierung und Professionalisierung des Veranstaltungsordnungsdienstes (VOD) als eigenständiges Teilgebiet der privatwirtschaftlichen Sicherheitswirtschaft

Bei Großveranstaltungen bilden sie häufig die quantitativ stärkste Säule der Sicherheitsarchitektur: Die Veranstaltungsordnungsdienste (VOD). Sie sind verantwortlich für den ruhigen Ablauf bis hin zur geordneten Räumung einer Veranstaltung. Mit der Zunahme von Großveranstaltungen und einem wachsenden Konflikt- und Risikopotenzial ist die Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung während Veranstaltungen in den letzten Jahren ein bedeutsames Aufgabengebiet geworden. Hierzu gehören nicht nur die klassischen Bewachungsaufgaben, sondern im Rahmen eines modernen Sicherheitsverständnis auch der Umgang mit diesen Personenmengen bzw. die Lenkung von großen Personenmengen. „Besucherlenkung“, das sogenannte „crowd management“ aber auch die Umsetzung der Maßnahmen der Notfallorganisation sind Aufgaben, die einher gehen mit einer hohen Verantwortung für den Menschen, der im Rahmen von Veranstaltungen seine Sicherheit in die Hände der Kräfte legt. Dieses Aufgabenfeld passt nicht zu einer Branche, die aktuell geprägt ist von Mindestlohnstrukturen, fehlender kontextbezogener Qualifikation und einem in der Öffentlichkeit häufig durch negative Berichterstattung geprägten schlechten Ruf.

Gesamtziel des Verbundprojekts ProVOD ist es, neben der Definition und Quantifizierung der Teil-Branche die genannten Problem- und Fragestellungen in einem interdisziplinären Verbund unter Einbindung der betroffenen Akteure zu sondieren, Lösungsansätze zu entwerfen und damit durch die Entwicklung von professionellen Strukturen einer bis dato recht schwach konturierten gleichwohl volkswirtschaftlich relevanten Branche zu mehr Wettbewerbsfähigkeit (national und international) zu verhelfen.

Eine Verbesserung der Rahmenbedingungen und der Qualifikationsanforderungen für die VOD in Verbindung mit einer Gleichstellung der öffentlichen Wahrnehmung mit den „helfenden Berufen“ kann langfristig helfen, Fluktuation und Mindestbeschäftigung zu reduzieren. Gleichermaßen dient die Verbesserung der organisatorischen Arbeitsbedingungen und die Entwicklung von Qualifikationskonzepten auch der Verbesserung der Sicherheit im Rahmen des Arbeitskontextes selbst: Das heißt, der Verbesserung der Sicherheit von Veranstaltungen.

Förderung

Das dreijährige Vorhaben „ProVOD – Etablierung und Professionalisierung des Veranstaltungsordnungsdienstes (VOD) als eigenständiges Teilgebiet der privatwirtschaftlichen Sicherheitswirtschaft“ findet in Kooperation mit der IBIT GmbH und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (AKNZ) statt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt im Rahmen des Forschungsprogramms „Zivile Sicherheit“.